Years In Black
Was war das Jahr 2000 ein trauriges Jahr für alle Fans der Dreadful Shadows.
Beinahe am Höhepunkt ihrer Karriere angelangt, löst sich die Berliner Gruppe auf
und hinterlässt erst ein mal ein klaffendes Loch in der gotischen Rockszene. Sven
Friedrich und Norman Selbig sind aber nach der Trennung schon wieder fleißig am
komponieren und melden sich schon kurze Zeit später mit ihrem neuem Projekt
zurück, das Anfangs noch den Namen Helix trägt, womit man auch schon einige
Auftritte im Vorprogramm von Letzte Instanz absolviert. Leider findet man kurze
Zeit später heraus, dass man mit dem Namen nicht alleine dasteht und man
benennt das junge Projekt in Zeraphine um. Der Grundstein für eine ereignisreiche
Zukunft ist gelegt.
2002 erscheint dann endlich das Debütalbum „Kalte Sonne", das von Sven noch
komplett auf Deutsch komponiert wurde. Mit Manuel Senger (Gitarre), Michael
Nepp (Bass) und Marcellus Puhlemann (Schlagzeug) fand man schließlich die
passende Verstärkung, um das junge Konzept zu komplettieren. Bereits das
Debütalbum zeigt, dass Zeraphine sich nicht so einfach kategorisieren lassen.
Dominiert von Sven's markanter Stimme, emotionalen Texten und einer rockigen
Attitüde, wird schnell klar, dass die Band den Weg nach oben im Blickfeld hat und
der Weg bereits vorgeebnet ist.
Bereits 2003 erscheint das zweite Album „Traumaworld". Nach dem erfolgreichen
Debüt weiß auch der Nachfolger zu begeistern und präsentiert sich mit einem
deutlich rockigeren Background. Auch textlich konzentriert sich Sven wieder mehr
auf englische Lyrics und so beinhaltet „Traumaworld" nur zwei deutsche Songs.
Inzwischen wurden auch die Medien auf Zeraphine aufmerksam und so mehren
sich die Fernsehauftritte, wie beispielsweise auf Onyx oder gar bei Giga TV. Zudem
rotiert das Video von „Be My Rain" fleißig auf den Musiksendern und beweist, dass
Zeraphine längst das Loch gestopft haben, dass die Dreadful Shadows zurück
gelassen haben. Um das neue Album gebührend zu präsentieren touren Zeraphine
im Herbst im Vorprogramm von HIM durch die Republik und können ihre Fanbase
noch mal deutlich vergrößern.
Danach gönnt sich die Band eine kurze Auszeit, bastelt aber schon wieder fleißig
am nächsten Album „Blind Camera". Um den Fans die Wartezeit zu verkürzen
erscheint im März 2004 schließlich die Single „New Year's Day", eine wunderschöne
Neuinterpretation des tragenden U2-Songs.
Im Januar 2005 ist es dann endlich soweit und „Blind Camera" erscheint. Das
Album unterstreicht die logische Weiterentwicklung der Band und weiß die
bedeutvollsten Elemente aus den beiden vorangegangen Alben zu kombinieren und
begeistert mit einer wundervollen Symbiose aus deutschen und englischen Texten.
Man spielt sich auf allen wichtigen Szenefestivals in die Herzen der Fans und hat
die unschätzbare Ehre beim einzigen Deutschlandkonzert von The Cure im
Vorprogramm zu spielen.
Man gönnt sich wenig Ruhe und beginnt schließlich mit der Produktion des neuen
Albums „Still", das sich klanglich als bisher härtestes Werk der Berliner Combo
entpuppt. Sven legt inzwischen Wert auf eine gesunde Mischung aus englischen
und deutschen Lyrics, was die Fans dankbar annehmen.
Nach solch ereignisreichen Jahren erscheint nun das Best-Of Album „Years In
Black", das ein musikalisches Feuerwerk an Emotionen, Wärme und Melancholie
darstellt. Mit allen Hits wie beispielsweise „Die Wirklichkeit", „Be My Rain" oder
„New Year's Day" erwartet den Fan eine Sammlung an sanften Klassikern und
kraftvollen Tanzflächenfüller.
„Years In Black" ist nicht nur ein Muss für jeden Zeraphine Fan, sondern auch ein
Schmankerl für jeden Freund von gefühlsbetonten, glanzvollen Goth-Rock Klängen.
Auf viele weitere ereignisreiche Jahre…
Sven Siemen